Ostdeutsche Wirtschaft 2016 überproportional gewachsen

Digitalisierung und Auslandsgeschäft fordern den Mittelstand

Nach den jüngst von den Statistischen Ämtern der Länder veröffentlichten regionalen Wirtschaftsdaten ist die ostdeutsche Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum um 2,1% im bundesweiten Vergleich überproportional stark gewachsen. So verzeichnete Deutschland durchschnittlich ein Plus von 1,9%. Die Bandbreite der ostdeutschen Zuwachsraten reicht allerdings von 1,0% in Sachsen-Anhalt bis jeweils 2,7% in Sachsen und Berlin. „Dieses relativ gute Wirtschaftswachstum hat sich in weiter gewachsenen Kreditbeständen der privaten Banken in Ostdeutschland niedergeschlagen“, erklärte das geschäftsführende Vorstandsmitglied im Ostdeutschen Bankenverband e.V., Klaus Wagner-Wieduwilt.

Die jüngst von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Daten weisen zum 31.12.2016 von den 97 Mrd. € Gesamtkrediten an die Wirtschaft in den ostdeutschen Flächenländern für die privaten Banken einen Kreditbestand von 41 Mrd. € aus, was einem marktführenden Anteil von 42% entspricht. Im Vorjahresvergleich verzeichneten die privaten Banken ein Plus ihrer Kreditbestände um 4,8%. Auch bei den Krediten an die Privathaushalte sind die privaten Banken mit einem Marktanteil von 43% die Hauptkreditgeber. In diesem Marktsegment stiegen ihre Kreditbestände um 3,1% auf über 27 Mrd. € an. So besteht nach wie vor eine intensive Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen.

„Diese Wachstumszahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der ostdeutsche Mittelstand zukunftsgerichtet bei schwierigen Strategiethemen erhebliche Herausforderungen zu meistern hat, allem voran im Bereich der Digitalisierung und bei der Erschließung zusätzlicher interessanter Auslandsmärkte“, betonte Wagner-Wieduwilt. Die privaten Banken stehen bereit, hier bestmögliche Unterstützungsleistungen zu erbringen.