2017 aus Sicht der privaten Banken

Private Banken bleiben Hauptkreditgeber in Ostdeutschland

Das Kreditgeschäft der privaten Banken in Ostdeutschland ist 2017 weiter gewachsen. Nach den jüngst von der Bundesbank veröffentlichten Regionaldaten zum Stichtag 31. Dezember 2017 verzeichneten die privaten Banken bei den Krediten an den Mittelstand im Vorjahresvergleich ein Plus von 4,1%, bei den Krediten an Privathaushalte sogar ein Plus von 5,9%. In beiden Segmenten des Kreditmarkts sind die privaten Banken in Ostdeutschland marktführend. Mit dieser Entwicklung in 2017 zeigte sich Klaus Wagner-Wieduwilt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Ostdeutschen Bankenverband e.V, zufrieden: „Das gute Ergebnis ist auch Ausdruck der andauernden guten Wirtschaftsentwicklung. Inzwischen löst sich zudem langsam die Investitionszurückhaltung der Unternehmen.“ Bei den privaten Haushalten bestehe nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen.

Mit Blick auf die Zukunft mahnte Wagner-Wieduwilt dennoch an, dass die allgemeine Wohlfühlstimmung nicht die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort in den Hintergrund drängen dürfe: „Politik und Wirtschaft müssen sich konsequent den zentralen Zukunftsthemen widmen. Es gilt, die Wachstumsbedingungen weiter zu verbessern.“ Gefragt seien etwa die Auflösung des bestehenden Rückstaus bei öffentlichen Investitionen und die generelle Stärkung der Innovationsorientierung. Für den Mittelstand stünden oftmals Strategien zur Beseitigung von Fachkräfteengpässen an erster Stelle. Der Mittelstand sowie die Banken selbst seien zudem gefordert, das Strategiethema Digitalisierung in Form umfassender Anpassungen ihrer Geschäftsmodelle zu meistern.