PresseInfo Nr. 1|26 vom 08.01.2026
TrendOst 2026:
Herausforderungen bleiben hoch –
Reformtempo entscheidend
Stimmungsbild zur wirtschaftlichen Lage in Ostdeutschland
Ostdeutschland befindet sich weiterhin in einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage. Dabei sind die Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort nicht optimal. Dennoch sind einzelne Lichtblicke zu erkennen, so die Ergebnisse des TrendOst, der jährlichen Umfrage des Ostdeutschen Bankenverbandes (OstBV) unter Entscheiderinnen und Entscheidern der ansässigen Unternehmen, Banken, Kammern und Verbände.
Mit Blick auf die Investitionen fällt das Bild insgesamt differenziert aus. Während im vergangenen Jahr noch 71 Prozent von einer rückläufigen Investitionstätigkeit der ostdeutschen Unternehmen in Deutschland ausgingen, sind es aktuell etwas mehr als die Hälfte. Auch die Investitionen ostdeutscher Unternehmen innerhalb der EU werden positiver eingeschätzt: In der letzten Umfrage sahen lediglich 16 Prozent steigende Investitionen, nun liegt dieser Wert um gut 11 Prozentpunkte höher.
Als wichtigste Maßnahme zur Standortsicherung wird von den Befragten der Bürokratieabbau hervorgehoben: 42 Prozent der Antwortenden nennen ihn als die eine vorrangige Aufgabe für die Regierungen auf Bundes- und Landesebene.
Sabrina Kensy, Vorstandsvorsitzende des OstBV, erklärt hierzu: „Die Umfrage belegt, dass für die politisch Verantwortlichen viel zu tun ist. Die Rahmenbedingungen am Standort müssen verbessert werden.“ Daher sei es wichtig und richtig, wenn die Bundesregierung und die Landesregierungen hier Prioritäten setzten. „Politik kann die Unternehmen bei ihrem Wachstum unterstützen, primär durch Entlastungen bei Bürokratie, Energiekosten und Steuern. Notwendig ist aber jetzt das Tempo bei der Umsetzung zu erhöhen, die Reformen müssen endlich greifen“, so Kensy.
Mit Blick auf die Unternehmen bleibt die nachhaltige Transformation der Geschäftsmodelle unverändert wichtig. Rund drei Viertel der Antwortenden geben zudem an, dass die Digitalisierung weiter an Relevanz gewonnen hat. Hier dürften Prozessoptimierungen und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine Rolle spielen. Zusätzliche Wachstumspotenziale werden im Ausbau der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands erkannt, fallen jedoch geringer aus als in den westlichen Bundesländern.
Abschließend richtet Kensy daher den Blick bewusst nach vorn: „Trotz der schwierigen Gesamtlage gilt es für die Unternehmen den Fokus auf die Chancen zu richten. Dabei können die fortschreitende Digitalisierung sowie die Veränderungen aufgrund der verstärkten Verteidigungsbereitschaft Perspektiven auch in Ostdeutschland eröffnen.“
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